Nachdem es im letzten Jahr für die Damen 50II äußerst gut lief, darf man gespannt sein, wie es in diesem Jahr lief. Dabei waren wohl die Doppel ein entscheidender Faktor in dieser Saison: Mannschaftsführerin Ulla Porten zieht Bilanz.

Wir waren im letzten Jahr aufgestiegen und wussten, dass wir es diesmal schwer haben würden. Also bereiteten wir uns im Winter gründlich vor, indem wir dienstags und samstags Doppel spielten. Jedoch hatten wir am Anfang der Saison nicht nur fitte Spielerinnen zur Verfügung, denn Ulrikes im August gebrochene Hand machte ihr immer noch zu schaffen und Beate muss im Moment gänzlich pausieren. Ganz zu schweigen vom unerwarteten Tod unserer lieben Christine, die immer für einen Punkt gut war und die wir leider im Februar zu Grabe tragen mussten. Wir gingen etwas geschwächt in die Saison.

Wir spielten nach dem Prinzip, jede von den 13 Mannschaftsspielerinnen kommt zum Einsatz. Leider hatten wir nur fünf Spiele. Somit kam für jede Spielerin nur ein drei- bis fünfmaliger Spieleinsatz infrage. Aber auch diese knifflige Aufgabe konnten wir lösen.

Unsere Saison 2018 war durchwachsen. Oft konnten wir uns in den Doppel nicht durchsetzen. Ein echter Tiefschlag, zumal wir doch den Winter über hier besonders gut trainiert hatten. So erging es uns gegen Germania Hoisten. Wo wir uns 4:5 geschlagen geben mussten. Das Spiel gegen Strümp am 13. Mai war eine schwere Geburt. Das Wetter machte uns einen Strich durch die Rechnung. Wir mussten abbrechen und waren anschließend gezwungen die fehlenden Einzel und Doppel auf zwei Tage zu verteilen. Es war ein Desaster, da wir die Mannschaft nicht so weiter spielen lassen konnten, wie wir begonnen hatten. Diese Partie mussten wir insgesamt mit 6:3 verloren geben. Was uns moralisch einen kleinen Knacks versetzte. Wir hätten so nicht spielen müssen, wenn der TVN flexibler in seinen Vorgaben wäre. Aber dazu ausführlicher hier.

Nun folgte die unsinnig lange Pause bis zum 10.6. An diesem Sonntagmorgen empfingen wir die Moerser, die zu diesem Zeitpunkt schon die Tabelle anführten und das verhieß nichts Gutes. Aber nach den Einzeln stand es 3:3. Vielleicht schaffen wir zwei Doppel? Nein. Wir verloren alle drei. Die Niederlage war trotzdem besser ausgefallen als erwartet. Die anderen Spiele gewann Moers deutlich höher.

Es gab jetzt noch zwei Lichtblicke. Treudeutsch Lank hatte bisher auch nicht gut abgeschnitten und nur gegen die Schiefbahnerinnen gewonnen. Die müssen wir doch schlagen….. oder?

Am 17.6. ging es Sonntagsnachmittags nach Lank. Deutschland spielte um 17.00 Uhr sein erstes WM-Spiel. Das hätten gerne alle gesehen. Somit vereinbarten wir vor Ort, dass wir alle Einzel gleichzeitig spielen. Der Nachteil bei dieser Konstellation ist natürlich, dass nicht jede einen „Betreuer“ am Platz hat. Somit kämpfte jede für sich und heraus kam wieder ein 3:3. Aber diesmal musste es doch funktionieren, dass wir zwei Doppel gewinnen……. Wir waren großzügig und überließen den Lankern alle drei Doppel. Damit war der Abstieg schon besiegelt. Denn auch ein Sieg über Schiefbahn würde uns nicht retten, denn es steigen zwei Mannschaften ab. Und zu allem Überfluss verlor auch Deutschland. Welch ein Ärgernis.

Dennoch freuten wir uns auf das Spiel gegen Schiefbahn. Am 24.6. empfingen wir morgens die Schiefbahnerinnen. Wir waren an dem Tag die bessere Mannschaft. Wobei, ein Pünktchen im Doppel gaben wir noch ab und gewannen somit 8:1. Die Getränkerunde teilten wir uns!!! Ganz neue Sparmaßnahmen, die uns etwas sprachlos machten.

Tja, der Abstieg tut zwar weh, aber es gibt Schlimmeres. Die Hauptsache ist, dass sich niemand ernsthaft verletzt hat und schließlich haben wir nie höher als 3:6 verloren. Zwei positive Aspekte.

Wir werden im nächsten Jahr wieder einen Anlauf zum Wiederaufstieg nehmen.

Bedanken möchten wir uns bei unseren Fans, die uns treu zur Seite standen und vor allem bei Ulrike Habscheid und Anette Schaaf, die dank der neuen Meldemöglichkeiten in zwei Altersklassen bei uns ausgeholfen haben.

Es spielten für uns:

Jule Hülser, Ulrike Fischer, Inge von Gagern, Sabine Roch-Hermann, Ulla Porten, Susanne Cerjak-Richter, Gerry Otto, Lisa Rosocha, Gitte Krauthäuser, Sonja Kempa, Anja Franken, Ingrid Kirchberger, Ulrike Habscheid  und Anette Schaaf.

Ich danke allen Spielerinnen für ihren tollen Einsatz, wünsche eine schöne Restsaison und hoffe auf ein erfolgreiches 2019.